Verordnungshinweise für Patienten


Ihr Haus- oder Facharzt verordnet nach den Heilmittelrichtlinien Ergotherapie. Er stellt die Verordnung mit der Art des Behandlungsverfahrens und der Anzahl der Behandlungen aus.

Bei Indikation führen wir Hausbesuche und Beratung zur Integration ins häusliche, soziale und schulische Umfeld durch.

Sie können auch als Privatpatient oder Selbstzahler zu uns kommen.

In der Regel wird eine Verordnung für 10 Behandlungen ausgestellt. Bei Indikation sind weitere Folgebehandlungen ( je nach Regelfall zwischen 20 – 50 Behandlungen ) möglich.
Die Behandlung erfolgt in unserem ErgoTherapieZentrum in Einzel- oder Gruppentherapie (3 – 5 Teilnehmer).

Der Arzt hat auch nach dem Regelfall die Möglichkeit, Ihnen ergotherapeutische Behandlung zu verordnen.


Längerfristiger Heilmittelbedarf

Zum 1.Juli ist eine neue Fassung der Heilmittel-Richtlinie des gemeinsamen Bundes-ausschusses in Kraft getreten. Die darin geschaffene Möglichkeit der langfristigen Genehmigung von Heilmitteltherapien soll die Versorgung für Patienten mit schweren Erkrankungen verbessern. Die Krankenkasse kann die medizinisch notwendigen Heilmittel auf Antrag für mindestens ein Jahr genehmigen.

Verordnungen im Rahmen eines langfristigen Heilmittelbedarfs sind nicht Gegenstand der Wirtschaftlichkeitsprüfungen nach § 106 SGB V, die Kosten fallen daher nicht in das Heilmittelbudget!

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat eine Liste mit Diagnosen beschlossen, bei denen ein langfristiger Heilmittelbedarf besteht. Diese Liste ist jedoch nicht abschließend, so dass Sie als Patient im Falle einer vergleichbar schwerwiegenden Erkrankung ebenfalls einen Antrag stellen können.Voraussetzung für eine langfristige Genehmigung ist immer die Ausstellung einer Verordnung außerhalb des Regelfalls. Die Krankenkassen entscheiden über die Genehmigung einer langfristigen Heilmittel-behandlung innerhalb von vier Wochen; ansonsten gilt die Genehmigung nach Ablauf der Frist als erteilt.


Vereinbarung über Praxisbesonderheiten für Ergotherapie

Die Vereinbarung über Praxisbesonderheiten für Heilmittel nach § 84 Abs. 8 Satz 3 SGB V unter Berücksichtigung des langfristigen Heilmittelbedarfs gemäß § 32 Abs. 1a SGB V ist zum 01.01.2013 in Kraft getreten.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV- Spitzenverband haben sich auf eine Liste von Diagnosen verständigt, die bundesweit als Praxisbesonderheiten gelten. Diese Diagnosen sind der jeweilige ICD 10-Code sowie der Indikationsschlüssel der Heilmittel- Richtlinie zugeordnet. Beides muss auf dem Verordnungsvordruck korrekt enthalten sein, dann wird bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen die Verordnung als Praxisbesonderheit identifiziert. Die Kosten für diese Verordnungen werden dann nach § 106 SGB V nicht berücksichtigt und als extrabudgetär markiert.

Diese Vereinbarung gilt für alle Verordnungen in und außerhalb des Regelfalls, unabhängig von der Dauer der notwendigen therapeutischen Versorgung.




Gerne beraten wir Sie – bitte sprechen Sie uns an.

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